Dienstag, 17. Mai 2011

Unverhofft


Wenn ein eigentlich nicht mehr reicht.

Ich sitze neben ihr, auf der Bank vor dem Haus ihrer Eltern.

Sie hat den Kopf gesenkt, aber sie lächelt. 
Ich sehe sie an.

Unverhofft,
pure Faszination.

Ich weiß nicht wie lange wir dort saßen.

Aber wenn ich daran denke, sehe ich immer noch die Sonne untergehen,
die Bäume die nicht mehr stehen, die Menschen die mich vergessen haben.

Eigentlich war ich erst 6 Jahre alt.

Eigentlich war es nicht das Haus ihrer Eltern.

Eigentlich war die Bank ein Sandkasten.

Eigentlich, habe ich sie wirklich geliebt.

2 Kommentare:

  1. Heyho^^ Ich wollte mich auch mal wieder unter deinen Texten blicken lassen :) Den hier finde ich besonders gelungen muss ich sagen. Er zeigt wie gerne wir in der Gegenwart die Vergangenheit glorifizieren und das aus genau einem Grund: sie ist nicht wiederzuholen. Etwas Unerreichbares wird immer eine gewisse Faszination auslösen.

    Wirklich sehr sehr toller Text. Ich finde mich ziemlich öfter in einer ziemlich ähnlichen Situation wieder.

    Ich find auch sehr toll, dass du jetzt Musik benutzt um dem Leser die Inspiration bzw. die Stimmung näher zu bringen ;)

    Alles in Allem top, Daumen hoch und weiter so ;)

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  2. Hey,
    Schön mal wieder was zu hören ;)
    Der Text ist recht autobiografisch, ich hab vor kurzem meine Sandkastenliebe wieder getroffen, war ein seltsames Gefühl ;)
    Um Faszination geht es bei mir ja beinahe immer, zumindest schreibe ich Texte weil mich etwas bestimmtes fasziniert. Aber so Kommentare wie deiner motivieren einen sehr! Danke!

    Das mit der Musik war ein kleiner Richtungswechsel- weil ich sie immer in den Texten versteckt habe, Lyricschnippsel, Songtitel, sehr oft die Musik die ich beim Schreiben höre. Ich weiß nicht ob es meine Texte besser oder schlechter macht wenn man parallel einen Song hört, den ich dabei im Kopf hatte.
    Man wird sehen ;)

    Man liest sicht;
    Decuay :)

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